Artikel & Interviews

© Claudia Höhne

missio Magazin 03/21, 31.05.2021

„Faisal Hamdo ist Physiotherapeut und freier Autor in Hamburg. Seine syrische Heimat hat er aufgrund des Krieges 2012 hinter sich gelassen. Sein Traum ist, ein Rehazentrum an der syrisch-türkischen Grenze zu gründen. Doch dafür fehlen ihm die Papiere. (…)

WENN DIE SEHNSUCHT einen Ort hätte, um Erfüllung zu finden – für Faisal Hamdo wäre er eine Dachterrasse. Ein sternklarer Abend, sanfter, warmer Wind, und der Duft von Jasmin. Faisal Hamdo würde dort sitzen, auf dieser Dachterrasse, um ihn herum vertraute, lachende Gesichter. Der Name der Stadt, zu der dieser Ort unter den Sternen gehören würde, wäre: Aleppo.“

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Die Politische Meinung, Ausgabe 563, 15. September 2020

„Und? Wie viele Infizierte gibt es aktuell in deiner Heimat?“ Diese Frage bekomme ich derzeit häufig gestellt und zucke meist unwillkürlich zusammen. Am liebsten würde ich jedes Mal nur antworten: „Hier haben wir es gut!“

Sehr viel seltener werde ich seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie gefragt, ob ich meine Eltern, die in einem der Nachbarländer Syriens Zuflucht gefunden haben, besuchen kann. Denn alle wissen, dass wir derzeit nicht ins Ausland reisen können. Doch ich darf das Land nicht mehr verlassen, seitdem ich 2014 nach Deutschland gekommen bin. Seit Beginn des Jahres ist es mein Bestreben und gleichzeitig mein Traum, eine Niederlassungserlaubnis zu erhalten und dann die deutsche Staatsangehörigkeit, damit ich endlich meine Eltern besuchen kann. Wir haben uns das letzte Mal vor über sieben Jahren gesehen.

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03.09.2019

Den Nachmittag eröffnete Faisal Hamdo mit einer kurzen Lesung aus seinem Buch „Fern von Aleppo. Wie ich als Syrer in Deutschland lebe“. Seine Ausführungen nahmen unter anderem die Bedeutung von kulturellen Gepflogenheiten für die Integration auf, ein Thema, das auch in der anschließenden Diskussion mit Vertretern von Redakteuren und Journalisten der ausländischen Presse sowie diverser Migranten-Portale (Borhan Akid, Khalid Alaboud, Ekrem Şenol, Pascal Thibaut) moderiert von Hans Jessen rege weiter diskutiert wurde. Abseits dessen waren sich alle Teilnehmer des Nachmittags darin einig, dass die Sprache die Basis für jegliche Form der Integration darstelle. Integration dürfe aber nie eine Einbahnstraße sein. Dazu forderten die Teilnehmer, sie als Individuen und Menschen wahrzunehmen und nicht nur als Migranten und Geflüchtete.

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21.06.2019

Zum Weltflüchtlingstag liest der Syrer Faisal Hamdo im Kulturhaus Würth in Künzelsau aus seinem Buch „Fern von Aleppo“. Dabei verrät er, welche Vorurteile er über Deutsche hatte, und warum Nivea-Creme Hamburg mit Aleppo verbindet.

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16.06.2019 

Ein weiterer Gast, der im Domherrenhaus seine Geschichte schildern wird, ist Faisal Hamdo. Am Sonntag, 16. Juni, wird er aus seinem Buch „Fern von Aleppo“ lesen. Der Autor kam dort 1989 zu Welt, arbeitete nach dem Studium der Physiotherapie mit behinderten Kindern sowie ehrenamtlich in provisorischen Krankenhäusern seiner Heimatstadt. Wie viele syrische Studenten nahm er während des Arabischen Frühlings an etlichen Demonstrationen gegen das Regime teil. 2014 musste er fliehen und kam über die Türkei nach Deutschland. Inzwischen arbeitet er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In seinem 2018 erschienenen Buch vergleicht er seine Erfahrungen, die er in der deutschen Hansestadt gemacht hat, mit seinem Leben in Syrien.

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18.03.2019

Ein Syrer, der die Verwendung von Konjunktiv und Genitiv besser beherrscht als manch ein Deutscher. Ein Syrer, der sich Bundestagsdebatten der vergangenen Jahrzehnte ansieht, um die Deutschen besser zu verstehen. Ein Syrer, der in Hamburg seine zweite Heimat gefunden hat und am vergangenen Samstag das Alte Schulhaus in Dauelsen füllte. Faisal Hamdo war gekommen, um aus seinem Buch „Fern von Aleppo – Wie ich als Syrer in Deutschland lebe“ zu lesen. „Fern von Aleppo“ erschien im März 2018 in der EDITION KÖRBER, am Samstag kamen über 70 Personen zur 38. Lesung von Faisal Hamdo. Er arbeitet nach seinen Anerkennungsverfahren als Physiotherapeut am UKE in Hamburg und hält die Lesungen nach seinem Feierabend oder im Urlaub.

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Mit dem Fokusthema »Neues Leben im Exil« engagiert sich die Körber-Stiftung für Menschen, die in Deutschland im Exil leben und hier ihre Erfahrungen von Krieg und Flucht, vom Verlust der Heimat und vom Ankommen in einer fremden Kultur reflektieren. Sie möchte die journalistischen, künstlerischen, wissenschaftlichen und politischen Aktivitäten der Menschen sichtbar machen, ihnen eine Stimme geben und den gesellschaftlichen Dialog ermöglichen. Dabei wird auch die Brücke zum Exil in der Vergangenheit geschlagen, um Kontinuitäten aufzuzeigen, die historische Verantwortung Deutschlands bewusst zu machen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

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Die Ausstellung »Hier fühle ich mich zu Hause« zeigt Porträts von nun 16 Persönlichkeiten, die in ihrer Heimat Kriegsopfern geholfen, Rechte von Mädchen verteidigt oder Korruptionsskandale aufgedeckt haben. Sie gerieten in Gefahr, wurden verfolgt und mussten ihr Land verlassen. Nun suchen sie Schutz in Deutschland. Für einige ist Hamburg zu einer neuen Heimat geworden. Andere wollen so schnell wie möglich zurück in ihr Herkunftsland. Allen ist jedoch eines gemeinsam: Sie haben Orte in Hamburg, an denen sie sich wohlfühlen.

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19.10.2018

Wie gut passte zu diesem Auftritt die Lesung des  syrischen Physiotherapeuten und Autors Faisal Hamdo, der sein brandaktuelles Buch “Fern von Aleppo” vorstellte. Im Gespräch mit Jutta Höcht-Stöhr, der Leiterin der Ev. Stadtakademie, berichtete er nicht nur über seine  schrecklichen Erlebnisse mit schwerst zugerichteten Kriegsverletzten, die er in der Klinik behandelte, sondern er schilderte auch – in höchst amüsanter Weise – seine Begegnungen mit den Deutschen und der deutschen Kultur. Und das in einem fast fehlerfreien Deutsch mit gehobener Wortwahl. Allein dafür gebührt ihm hoher Respekt, denn das hat er in nur vier Jahren in Deutschland geschafft.

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08.10.2018

Dass die Buchmesse fünf Tage dauert, stimmt schon: Vom 10. bis zum 14. Oktober ist das Frankfurter Messegelände das gefühlte Zentrum der Buchwelt. Aber natürlich werden mehr als vier Autoren dort sein – etliche hundert trifft es wohl eher. Gleichwohl, für die Edition Körber gehen dieses Jahr Dieter Bednarz, Faisal Hamdo, Wolf Lotter und Zafer Şenocak ins Rennen um die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher. In der Mixed Zone: Die Kolleginnen der Edition Körber an Stand Halle 3.1, E 138.

Den Anfang macht der Schriftsteller und Publizist Zafer Şenocak, der am Mittwoch, 10.10., ab 17 Uhr auf dem Blauen Sofa zusammen mit Hanno Rauterberg, Naika Foroutan und Andreas Rödder über das Thema »Mauern. Grenzen. Grenzüberschreitungen« diskutiert. In seinem Ende September erschienenen Buch »Das Fremde, das in jedem wohnt« erzählt er, wie aus inneren Widersprüchen eine heile und gefestigte Identität erwachsen kann. Ein Hinweis für routinierte Messebesucher: Das Sofa hat einen neuen Standort: Halle 3.1 K25 und L25.
Auf diesem Platz folgt ihm am Donnerstag, 11.10., 10.30 Uhr, Wolf Lotter, der mit Thomas Jantscheck (Deutschlandradio Kultur) über sein im März erschienenes Buch »Innovation« spricht.
Auf großen Andrang im Lesezelt auf der Agora des Messegeländes freut sich Dieter Bednarz, der hier im Gespräch mit Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, sein Buch »Zu jung für alt« vorstellen wird.
Und den Abschluss macht dann Faisal Hamdo, der am Stand des TV-Senders arte über den überraschenden Erfolg seines Buches »Fern von Aleppo« sprechen wird: Im März erschienen, geht das Buch bereits in die 3. Auflage. Wenn Sie dabei sein möchten, kommen Sie gern am Samstag, 13.10., 16 Uhr in Halle 4.1 D14.
Und natürlich freut sich die Edition alle fünf Tage lang über Besuch Stand, Halle 3.1, E 138!

18.03.2018

Vom 15. bis zum 18 März öffnete die Leipziger Buchmesse ihre Tore. Die Edition Körber war in diesem Jahr mit zwei Büchern im Programm vertreten. Georg Blume sprach am Stand von arte über den »Frankreich-Blues«. Und Faisal Hamdo präsentierte auf dem »Blauen Sofa« sein jüngst erschienenes Buch »Fern von Aleppo«.
Im Frühjahr schaut die Buchwelt nach Osten: Die Leipziger Buchmesse ist neben der Frankfurter Buchmesse im Herbst der große Magnet für Buchhandlungen, Verlage – und vor allem natürlich für die Leserinnen und Leser. In diesem Frühling konnte die Edition Körber zwei ihrer Bücher in Leipzig präsentieren.
Nur wenige Tage nach der erneuten Ernennung von Bundeskanzlerin Angela Merkel – und möglicherweise direkt nach ihrem formellen »Antrittsbesuch« bei Emmanuel Macron – stellte Georg Blume sein Buch »Der Frankreich-Blues« zur Debatte. Seine These: In die deutsch-französischen Beziehungen hat sich eine tödliche Routine eingeschlichen. Gelingt es den beiden Staaten nicht, das Ruder wieder herumzuwerfen, ist das ganze europäische Projekt in Gefahr. Passenderweise am Stand des deutsch-französischen Fernsehsenders arte analysierte der Auslandskorrespondent Georg Blume die Versäumnisse vor allem der Berliner Republik. Wird es dem jungen Präsidenten Macron gelingen, frischen Wind in die deutsch-französische Ehe zu bringen? Georg Blume öffnet uns die Augen dafür, wie unsere westlichen Nachbarn Deutschland und die deutsche Politik wahrnehmen.
Auch der junge syrische Autor Faisal Hamdo schaut mit einem frischen Blick auf Deutschland. Seit gut drei Jahren lebt er in Hamburg, nachdem ihm 2014 die Flucht aus dem umkämpften Aleppo gelungen war. Schnell hat er die Sprache gelernt, und es ist ihm gelungen, sein Physiotherapie-Studium anerkennen zu lassen, sodass er heute in seinem erlernten Beruf in einer Hamburger Klinik arbeiten kann. Geschafft hat er das, weil er sich mit viel Neugier und Energie dafür eingesetzt hat, Deutschland und die Deutschen kennenzulernen. Sein Buch erzählt ebensosehr vom Ankommen in Deutschland wie von den Narben, die der Krieg hinterlassen hat. Auf dem »Blauen Sofa« von Bertelsmann, Deutschlandfunk Kultur und ZDF berichtete er am Messe-Sonntag im Gespräch mit der Journalistin Christine Watty von seinem neuen Leben, fern von Aleppo.

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Wie lebt man als junger Syrer fern der umkämpften Heimat?